Trittschalldämmung – So wird es leise in den oberen Wohnungen

Bodenbeläge wie Vinyl, Parkett oder auch Laminat werden in den meisten Fällen schwimmend verlegt. Wer hier keinen Bodenbelag kauft, bei dem eine Trittschalldämmung bereits im Material integriert ist, sollte sich in jedem Fall dazu entscheiden, diese zusätzlich zu verlegen. Ansonsten kann es schnell sehr laut werden, wenn im oberen Stockwerk jemand über den Boden läuft. Grundsätzlich lassen sich Trittschalldämmungen relativ einfach verlegen. Ein vollflächig verklebter Boden benötigt übrigens keine Dämmung, denn hier wirkt die Verklebung bereits ausreichend schalldämmend.

So verlegen Sie die Trittschalldämmung richtig

Ehe Sie damit beginnen, die Trittschalldämmung zu verlegen, geht es darum, einen geeigneten Dämmstoff für den Boden auszuwählen. Insbesondere dessen Dicke und die Eignung für den jeweiligen Bodenbelag müssen gewährleistet sein. Während man bei Laminat eher eine stärkere Dämmung benötigt, kann man bei weichem PVC-Boden in der Regel darauf verzichten. Daher gilt: Erkundigen Sie sich zunächst im Fachhandel danach, ob für den jeweiligen Boden eine Trittschalldämmung erforderlich ist. Grundsätzlich macht man damit aber nie etwas falsch, wenn man für mehr Ruhe im Haus sorgen möchte.

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Nun geht es los: Reinigen Sie den Untergrund vor dem Verlegen des Bodens und der Dämmung gründlich. Er sollte eben, frei von Schmutz und vor allem trocken sein. Sollte die Trittschalldämmung im Laminat integriert sein, kann man diesen nun direkt auf dem Untergrund verlegen.

Die Möglichkeiten hierfür sind vielfältig: Einerseits bietet sich das Verlegen mit Leim an, andererseits kann man auch einen Boden mit Click-System kaufen. Hier müssen dann lediglich die einzelnen Dielen zusammengesteckt werden, was viel Arbeit spart, aber dennoch ein Zuschneiden an den Wänden erfordert. Arbeiten Sie hier unbedingt möglichst genau, damit später alles perfekt passt und auch die Trittschalldämmung optimal wirken kann.

Trittschalldämmung unter Holzbogen

Sollte die Dämmung sich noch nicht im Bodenbelag befinden, müssen Sie diese als Erstes verlegen – auch hier ist Präzision enorm wichtig. Achten Sie darauf, dass sämtliche Bereiche des Bodens abgedeckt sind. Nachdem der Boden mit der Dämmschicht versehen ist, kann der Bodenbelag direkt darauf verlegt werden. Als Letztes kommen die Fußleisten an die Ränder: Die Fußleiste sorgt dafür, dass kein Schmutz zwischen Wand und Boden gelangen kann. Das ist vor allem dann wichtig, wenn man den Boden feucht reinigt: Wasser, aber auch Staub können auf Dauer viel Schaden anrichten. Verzichten Sie deshalb in keinem Fall auf geeignete Fußleisten. Mehr Tipps in unserer Einrichtungskategorie (siehe Link)

Die Trittschalldämmung kostet nicht viel und bringt einen großen Effekt mit sich

Übrigens: Wer fürchtet, für die Trittschalldämmung zusätzlich hohe Kosten einkalkulieren müssen, der irrt. Tatsächlich sind die Preise für Laminat mit integrierter Dämmung viel niedriger, als die meisten Menschen glauben. Und auch dann, wenn man sich für eine zusätzliche Schicht unter dem Bodenbelag entscheidet, kann man diese bereits für kleines Geld verlegen und muss keine horrenden Ausgaben befürchten. Wie dick eine Trittschalldämmung letzten Endes für den eigenen Boden im Haus sein muss, hängt allerdings auch vom Baustil des Hauses ab. Verzichten sollte man in keinem Fall darauf – denn wenn das eigene Schlafzimmer sich unterhalb eines ungedämmten Bodens in der darüber liegenden Etage befindet, bemerkt man schnell, wie wertvoll eine gute Dämmung sein kann.

Weitere Quellen zum Thema Trittschalldämmung:

https://www.merkur.de/leben/wohnen/endlich-ruhe-was-eine-trittschalldaemmung-kann-zr-6084244.html

https://www.bauhaus.info/trittschalldaemmung-unterlagsware/c/10000490